Jugend ohne Gott
Der Klassiker «Jugend ohne Gott» von Ödön von Horváth spielt kurz vor dem Zweiten Weltkrieg; im Zentrum steht die faschistische Ideologie des Dritten Reichs.
Eine faschistische Schulklasse lehnt sich gegen den systemkritischen Lehrer auf, als Disziplinarstrafe müssen Klasse und Lehrer sogleich in ein Feldlager. In diesem wird auf den Krieg vorbereitet, und im Zuge dessen stirbt eine Schülerin.
Was ist passiert, und wer ist schuld? Ein kaltblütiger Mörder? Der schweigende Lehrer? Das faschistische System? Mit „Jugend ohne Gott“ möchten wir eine Diskussion darüber eröffnen, wo moralische Feigheit endet und Zivilcourage beginnt. In einer Zeit, in der Haltung oft eingefordert aber selten gelebt wird, setzen wir damit einen aktuellen gesellschaftlichen Impuls.
In Zusammenarbeit mit dem Ensemble wird das Stück neu inszeniert und modernisiert, um eine Brücke zu bilden von der Fiktion aus der Vergangenheit zur Welt, in der wir alle leben, im Hier und Jetzt.